1:1-KI-Sparring für Geschäftsführer: So läuft es ab

Kurz gesagt: Ein 1:1-KI-Sparring ist persönliches Training für Geschäftsführer an ihren eigenen Aufgaben. Es beginnt mit einer kostenlosen KI-Potenzialanalyse von 30 Minuten. Danach folgen Termine im festen Rhythmus: zuerst Konto, Datenschutz und ein erster Hebel, dann pro Termin ein Thema am eigenen Bildschirm. Am Ende laufen wiederkehrende Aufgaben ohne Begleitung.

Warum Geschäftsführer KI nicht delegieren können

Wer über KI im Unternehmen entscheidet, sollte wissen, was sie kann und wo sie Fehler macht. Das lernt man nicht aus einer Präsentation, sondern am eigenen Posteingang, an der eigenen Entscheidungsvorlage, an der eigenen Recherche.

Ein Workshop hilft dem Team. Für die Geschäftsführung fehlt dort meist zweierlei: die Zeit, mit zwanzig anderen dasselbe Beispiel durchzugehen, und die Ruhe, über vertrauliche Themen zu sprechen. Deshalb arbeite ich mit Geschäftsführern einzeln, im 1:1-KI-Sparring für Führungskräfte.

Wie läuft ein 1:1-KI-Sparring ab?

Der Ablauf hat vier Stufen. Die erste ist kostenlos und unverbindlich.

  1. KI-Potenzialanalyse, 30 Minuten per Videocall. Sie nennen eine Aufgabe aus Ihrer Woche. Ich zeige Ihnen, wo KI sie übernehmen kann, und wir klären, ob ein Sparring für Sie passt
  2. Vorbereitung. Sie schicken mir zwei bis drei echte Aufgaben und den Stand Ihrer Lizenzen, zum Beispiel ein Bildschirmfoto. Damit ist der erste Termin auf Ihre Arbeit zugeschnitten und nicht auf ein Lehrbuch
  3. Fundament. Konto und Datenschutz sauber einstellen, festlegen, was in die KI darf und was nicht, und den ersten Hebel live an Ihrem Bildschirm umsetzen
  4. Werkstatt im festen Rhythmus. Pro Termin ein Thema, Ihr Bildschirm, wir bauen. Am Ende laufen Ihre wiederkehrenden Aufgaben ohne mich

In der Praxis treffen wir uns per Microsoft Teams oder Google Meet, je nachdem, was Sie im Haus nutzen, oder vor Ort im Raum München. Auf Wunsch zeichnen wir die Termine auf. Dann können Sie jeden Schritt später in Ruhe nachsehen, statt mitzuschreiben. Gearbeitet wird mit dem Werkzeug, das Sie im Unternehmen nutzen dürfen, ob Microsoft 365 Copilot, ChatGPT oder Claude.

Was in der ersten Sitzung passiert

Die erste Sitzung entscheidet, ob KI für Sie ein Werkzeug wird oder ein Risiko bleibt. Fünf Dinge nehmen Geschäftsführer fast immer mit:

  • Datenschutz-Einstellungen geprüft. Je nach Anbieter und Tarif dürfen Gespräche zum Training verwendet werden. Wir prüfen die Schalter gemeinsam und stellen sie bewusst ein
  • Eine Ampel für Daten. Was darf in welches Werkzeug, was nur in das freigegebene Firmenwerkzeug, was gar nicht? Diese Regel steht nach dem ersten Termin, schriftlich und in Ihren Worten
  • Neue Aufgabe, neuer Chat. Lange Gespräche über mehrere Themen machen die Antworten schlechter. Die Regel klingt banal und spart viel Ärger
  • Ein Bild für Freigaben. Ein Konnektor zu Mail oder Ablage hat Augen und einen Stift. Eine Browsersteuerung hat Hände. Freigaben lassen sich widerrufen, ausgeführte Aktionen nicht
  • Ein erster Hebel, live. Eine echte Aufgabe aus Ihrer Woche, umgesetzt an Ihrem Bildschirm. Wer nach dem ersten Termin nichts Fertiges in der Hand hat, kommt zum zweiten nicht wieder

Zwei Beispiele aus der Praxis

Beide Beispiele sind anonymisiert und mit Zustimmung der Beteiligten veröffentlicht.

Führungskraft in neuer Rolle in einem Maklerverbund

Neue Rolle, viele selbstständige Unternehmer als Gegenüber und vor allem eines: Recherche, die schnell und belastbar auf den Tisch muss. Microsoft 365 ist im Haus, ob eine Copilot-Lizenz zugewiesen ist, klären wir vorab.

Das Fundament besteht aus vier Terminen. Im ersten richten wir Konto und Datenschutz ein und machen eine erste Recherche von Hand. Im zweiten machen wir sie dauerhaft: als gespeicherte Anweisung, als geplante Aufgabe oder als Agent, je nachdem, was die Lizenz hergibt. Was im dritten und vierten Termin entsteht, entscheiden wir danach, nach dem größten Nutzen. Die Termine beginnen im Oktober. Was daraus wird, berichte ich hier.

Marketingverantwortlicher mit eigenem Nebenprojekt

Kein Geschäftsführer, aber ein typischer Start: drei private Vorhaben, ein Notizsystem, eine Lese-Bibliothek für eine Vortragsreihe und die Auswertung von Trainingsdaten. Die erste Sitzung dauerte 90 Minuten: Einrichtung live, Grundlagen wie Training und Kontextfenster, Freigaben und Risiken.

Das Ergebnis: Datenschutz geprüft, ein Bauplan für alle drei Vorhaben in einem einzigen Ordner, ohne zusätzliche Werkzeugkosten, und ein zu großes Abo entdeckt. Der Wechsel auf den kleineren Tarif spart rund 80 € im Monat.

Was ich nach der ersten Sitzung geändert habe

Die Rückmeldung zur Sitzung oben war deutlich: zu viele Sprünge, zu wenig roter Faden. Sie stimmte. Grundlagen, Einrichtung, Risiken und drei Vorhaben passen nicht in 90 Minuten.

Seitdem gilt: ein Thema pro Termin, Ihr Bildschirm, wir bauen. Die Grundlagen bekommen Sie als Nachschlagewerk zum Mitnehmen, nicht als Vortrag. Für Geschäftsführer ist das noch wichtiger als für alle anderen, weil die Zeit knapper ist. Jeder Termin endet mit etwas Fertigem.

Sparring, Coaching, Schulung: Wo ist der Unterschied?

  • Schulung vermittelt Wissen an eine Gruppe, an allgemeinen Beispielen. Sinnvoll, wenn ein ganzes Team denselben Stand braucht, etwa in einem KI-Workshop
  • Beratung gibt Empfehlungen. Umsetzen müssen Sie selbst
  • KI-Coaching meint bei Google oft eine App, in der eine KI coacht. Mit KI arbeiten lernen Sie dort nicht
  • Sparring heißt: Jemand arbeitet an Ihren echten Aufgaben mit, widerspricht, wenn es nötig ist, und baut mit Ihnen, bis es läuft

Wann sich ein 1:1-KI-Sparring nicht lohnt

  • Wenn Sie KI im Unternehmen einführen, aber nicht selbst nutzen wollen. Dann passt ein KI-Sparring für Geschäftsführung und Teams besser
  • Wenn für feste Termine keine Zeit da ist. Ohne Rhythmus bleibt vom besten Termin nach drei Wochen wenig übrig
  • Wenn die Aufgabe ein fertiges System ist, etwa ein Agent für das ganze Haus. Dann ist das ein Umsetzungsprojekt, siehe KI-Lösungen

KI-Kompetenz ist auch für die Geschäftsführung Pflicht

Seit dem 2. Februar 2025 verlangt der EU AI Act von Unternehmen, die KI einsetzen, ausreichende KI-Kompetenz. Das gilt auch für die Führungsebene, die diese Themen verantwortet. Auf Wunsch erhalten Sie zum 1:1-Sparring einen Schulungsnachweis. Mehr dazu auf der Seite EU-AI-Act-Schulung.

Kostenlose KI-Potenzialanalyse buchen

30 Minuten per Videocall. Sie nennen eine Aufgabe aus Ihrer Woche, ich zeige Ihnen, wie KI sie übernimmt. Sie bekommen eine klare Einschätzung, auch wenn sie lautet: noch nicht.

Häufige Fragen

Wie viel Zeit muss ich als Geschäftsführer einplanen?

Typisch sind Termine von 60 bis 90 Minuten im Abstand von ein bis zwei Wochen, auf Wunsch auch kürzere Einheiten. Vorbereiten müssen Sie nur eine echte Aufgabe aus Ihrer Woche. Rhythmus und Umfang legen wir nach Ihrem Bedarf fest.

Mit welchem KI-Werkzeug arbeiten wir?

Mit dem, das Sie im Unternehmen nutzen dürfen, zum Beispiel Microsoft 365 Copilot, ChatGPT oder Claude. Ist noch nichts entschieden, gehört die Auswahl zum Sparring. Wir prüfen sie an Ihren Aufgaben, nicht an einer Funktionsliste.

Läuft das Sparring per Teams oder Google Meet, und kann ich es aufzeichnen?

Beides geht: per Microsoft Teams oder Google Meet, je nachdem, was Sie im Haus nutzen, oder vor Ort im Raum München. Auf Wunsch zeichnen wir die Termine auf, damit Sie die Schritte später nachsehen können. Die Aufzeichnung bekommen nur Sie.

Ist ein 1:1-KI-Sparring vertraulich?

Ja. Es sind nur Sie und ich, auf Wunsch mit Vertraulichkeitsvereinbarung. Den sicheren Umgang mit Betriebsgeheimnissen in KI-Werkzeugen üben wir im ersten Termin.

Was kostet ein 1:1-KI-Sparring?

Umfang und Rhythmus richten sich nach Ihrem Bedarf, deshalb gibt es keinen Pauschalpreis. Die KI-Potenzialanalyse ist kostenlos. Als BAFA-gelisteter Berater ist die Beratung unter Umständen förderfähig.

Was passiert in der kostenlosen KI-Potenzialanalyse?

Ein Videocall von 30 Minuten. Sie nennen eine Aufgabe aus Ihrer Woche, ich zeige Ihnen, wo KI sie übernehmen kann, und Sie bekommen eine klare Einschätzung, ob sich ein Sparring für Sie lohnt. Auch „noch nicht“ ist eine mögliche Antwort.

KI-Transparenz: Beiträge auf inseleric.de entstehen mit KI-Unterstützung und werden redaktionell von Eric Insel geprüft. Wie ich KI-Inhalte nach EU-Vorgaben kennzeichne, erkläre ich in meiner EU-AI-Act-Schulung.